FDP strebt vierten Sitz im Rat an - Wirtschaft und Finanzen zentrale Themen
Versmold (OH). »Vernunft tut auch im Rathaus gut«, steht auf dem Anstecker, den FDP-Ortschefin Ulrike Poetter aus dem Wahlkampf von 1973 wieder hervorgekramt hat. »Das Motto ist absolut zeitlos und wir wollen auch in den kommenden fünf Jahren unseren Beitrag dazu leisten«, stellt sie fest. Möglichst mit einem vierten FDP-Vertreter im Stadtrat.

»Wir haben viel erreicht, aber noch viel vor«, sagt Ulrike Poetter. Das sei aber nicht mit großen finanziellen Sprüngen der Stadt gleichzusetzen. Im Gegenteil: »Nach fünf Jahren der offenen Hand, in denen wir gemeinsam und notwendigerweise den Investitionsstau an Schulen und öffentlichen Gebäuden weitgehend abgebaut haben, ist Sparsamkeit angesagt.« FDP-Ratsherr Arne Bartkowiak untermauert die Ausführungen mit Zahlen: »Das strukturelle Haushaltsdefizit der Stadt liegt bei rund 1,5 Millionen Euro im Jahr.« Das gelte es abzubauen. Genau wie die Schulden.
Wichtige Projekte zur Weiterentwicklung Versmolds sollen darunter nicht leiden. Die Ortsentlastungsstraße zählt für die Liberalen dazu. »Sie hat für uns höchste Priorität, dafür haben wir uns immer eingesetzt«, sagt Ulrike Poetter. »Wir freuen uns, dass der erste Spatenstich in wenigen Wochen erfolgen wird. Auch die Lösung des zweiten Abschnitts mit direkter Anbindung an die Knetterhauser Straße sollte zügig realisiert werden.« Von großer Bedeutung für Versmolds Zukunft ist aus Sicht der FDP zudem eine aktive Wirtschaftsförderung. »Die Stadtverwaltung muss mit den ansässigen Betrieben und Gewerbetreibenden ständig im intensiven Austausch sein«, sagt Spitzenkandidat Heiner Kamp. Das gelte besonders auch für sensible Fragen wie die künftige Einzelhandelsentwicklung. Da müssten die Beteiligten auch mal an einen Tisch geholt werden. »Ziel muss es sein, die Unternehmen vor Ort zu halten und im Rahmen der Möglichkeiten neue hinzuzugewinnen.«
Auf ihre Fahnen geschrieben hat sich die FDP zudem den Leitsatz »Bürger vor Verwaltung«. Die Baumschutzsatzung wollen die Liberalen abschaffen. »Die Menschen gehen heute sehr verantwortlich mit Umweltthemen um. Da muss nicht alles geregelt sein.«
Ausweiten will die FDP die Öffnungszeiten des Parkbades ganzjährig zu familienfreundlichen Zeiten am Wochenende sowie das kulturelle Angebot in der Aula. Poetter: »Die lassen wir jetzt mit viel Geld zum Schmuckkästchen herrichten. Dann müssen wir sie auch mit mehr Leben füllen.«
Die Anstrengungen zur Integration aller in Versmold lebenden Ausländer sollten intensiviert werden. Zudem müsse sich die Stadt verstärkt auf den Strukturwandel durch die alternde Gesellschaft einstellen. Ulrike Poetter: »Wir müssen keine großen Baugebiete mehr ausweisen, sondern vor allem im Bestand wachsen.« www.fdp-versmold.de
Quelle: Westfalenblatt 18.07.2009


Juli 21st, 2009 at 15:43
Eine zeitnahe Ortsentlastung mit direkter Anbindung an die Knetterhauser Straße wäre aus meiner Sicht für Versmold überaus wünschenswert.