Jan Düfelsiek und Lisa Uhlemeyer waren die Moderatoren. »Ich finde die Podiumsdiskussion gut, weil man bisher kaum Überblick über die Inhalte hatte. Aber der Wahl-Dschungel lichtet sich jetzt etwas, und man bekommt mehr Überblick«, sagt Jan. »Man steht den Politikern direkt gegenüber. Das macht Politik persönlicher«, sagt Lisa.
Beide sind erst 16 und dürfen erst in vier Jahren wählen. Aber auch ihre 18-jährigen Mitschüler fanden die Diskussion aufschlussreich und spannend. Cedric Maßmann: »Mich haben vor allem die Positionen zum Atomausstieg interssiert. Was die CDU meint, gerade im Hinblick auf die Endlager-Problematik, finde ich unverantwortbar. Ich fühle mich bestärkt, die Grünen zu wählen. Dass sie auch gegen Studiengebühren sind, kommt mir entgegen. Gefehlt hat mir in der Diskussion das Thema Mindestlohn.«
Anna Vaske fand die Diskussion vor allem für die unentschlossenen Wähler gut, kritisiert allerdings: »Es ist viel geredet, aber häufig wenig zur Umsetzung gesagt worden. Es ist ja schön zu fordern, schlechte Lehrer zu entlassen, wie die CDU fordert. Aber wenn man keine hat, kann man sich das nicht leisten. Das ist wohl nicht ganz durchdacht.«
Alina Stockhecke und Teresa Kleen aus der Stufe 11 sind sich einig: Die Diskussion war weit spannender als erwartet, auch wenn sie Themen wie der Irak-Krieg weniger, Schule dafür mehr interessiert hätte.
Quelle: Westfalenblatt, vom 16.09.2009

