• 23Sep

    IM PROFIL: Heiner Kamp(45), Bundestagskandidat der FDP

    Berater von Transportfirmen

    Heiner Kamp, selbständiger
    Unternehmensberater aus
    Versmold, tritt zum zweiten
    Mal bei der Bundestagswahl
    an. 2005 holte er für die FDP
    10,21 Prozent der Zweitstimmen
    – ein gutes Ergebnis, das
    er noch übertreffen möchte.
    „Ich bin nun schon länger in
    der Politik und hatte mehr
    Zeit, mich bei den Wählern bekannt
    zu machen.“ Auf Listenplatz
    19 platziert, bräuchte die

    FDP bundesweit bis zu 14 Prozent,
    damit Kamp es im zweiten
    Anlauf nach Berlin schafft.
    „Das halte ich für möglich.“
    Aufgewachsen in Versmold,
    ist Kamp seit 1993 verheiratet,
    Kinder hat er keine. Seit seinem
    BWL-Abschluss an der
    Uni Münster berät Kamp Firmen,
    vornehmlich aus der Logistikbranche.
    Der FDP gehört
    er seit 2004 an.

    Persönlichkeit

    Meine größte Stärke: Organisationstalent.
    Meineg rößte Schwäche: Ich kann schlecht „Nein“ sagen.
    Meing rößtes Laster: Zuwenig körperliche Bewegung.
    Mein größter Traum: Fortwährender Frieden– überall.
    Meine größte Sorge: Den Hunger in der Welt nicht besiegen zu können.
    Worüber ich lachen kann: Gutes politisches Kabarett.
    Worüber ich zuletzt geweint habe: Die Frage ist mir zu persönlich.
    Welche Peinlichkeit ich nie wieder erleben möchte: Zum einem Geburtstag während des Schützenfestes in Versmold bin ich morgens von einer Schützenabordnung und einer Kapelle mit Musik geweckt und beglückwunscht worden.Ohne Bier im Keller zu haben.Das passiert mir nicht noch mal.
    Was mich auf die Palme bringt: Dummheit und Ignoranz.
    Wo ich mich am wohlsten fühle: Auf der Skipiste und in der Sauna.

    Politik

    Mein größtes politisches Vorbild:
    Hans-Dietrich Genscher. Er bringt unermüdlich Einsatz für die Menschen.
    Meine beste politische Idee: Ich versuche, bei politischen Entscheidungen Betroffene zu Beteiligten zu machen.
    Meine größte politische Fehlentscheidung: Vielleicht diese: zu spät mit der Politik begonnen zu haben.
    Mein größter politischer Erfolg: In Versmold sehr gute Kommunalwahlergebnisse in 2004 (27,4 Prozent) und in 2009 (28,8 Prozent). Bestes Zweitstimmenergebnis und zweitbestes Erststimmenergebnis der FDP in OWL bei der Bundestagswahl 2005.
    Mein liebster politischer Gegner: Ich spreche lieber von politisch Andersdenkenden, mitdenen ich mich auseinandersetze: die SPD.
    Mein unangenehmster politischer Gegner: Politisch Andersdenkende, die keine Fehler einsehen.
    Mein größter Unterschied zu den anderen Direkt-Kandidaten: Ich rede nicht um den heißen Brei herum. Ich biete Lösungen mit Substanz. Das ist allemal ehrlicher als Sonntagsreden.
    Mein wichtigster politischer Berater: Ulrike Poetter von der FDP Versmold. Sie ist meine politische Ziehmutter mit klarer Kante und geradem Rücken.Von ihr habe ich viel gelernt.
    Meine drei größten politischen Schwerpunkte:
    1. Reform des Steuer-und Abgabensystems.
    2. Reform des Gesundheitssystems.
    3. Kahlschlag bei den Bürgerrechten beenden.

    Lieblinge

    Musik: Alles, was gute Laune macht.
    Essen: Pfefferschnitzel.
    Trinken: viel Mineralwasser und auch mal ein Glas Rotwein.
    Lieblingslektüre: regionale und überregionale Tageszeitungen.
    Film: „Papillon“ mit SteveMcQueen.
    Tier: Flipper und Lassie.
    Auto: VW-Transporter.
    Sport: Ski-und Radfahren, (leider unregelmäßig) Fitnessstudio.
    Restaurant/Kneipe: Alle, die guten Service, gutes Essen und gute Getränke bieten. Meine Frau und ich sind „Wechselgänger“.
    Urlaubsregion: Nordseeinseln und die Berge.

    Ziele in Berlin

    Weil es das wichtigste politische Thema unserer Zeit ist, werde ich mich als
    erstes
    . . . für die Reform unseres Steuer- und Abgabensystems einsetzen.

    Eine Koalition meiner Partei auf Bundesebene kann ich mir vorstellen . . . nur
    mit der Union. Hier gibt es die größten Schnittmengen.

    Gut finde ich an der SPD, dass . . . sie sich demnächst in der Opposition wieder
    erneuern kann.

    An meiner eigenen Partei kritisiere ich, dass . . . sie eine klare Positionierung
    sowie innere Geschlossenheit und Glaubwürdigkeit schon vor Jahren hätte zeigen
    sollen.

    Die größte Bedrohung für den sozialen Frieden sind . . . Aufrufe von Extremisten,
    auf die Straße zu gehen und Autos anzuzünden.

    Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ist für mich . . . ein Einsatz für den
    Frieden. Dieser Einsatz muss jedoch schnell und ergebnisorientiert, aber nicht
    kopflos und überstürzt beendet werden.

    Die Laufzeit der Atomkraftwerke soll . . . solange dauern, bis erneuerbare
    Energien zu 100 Prozent wirtschaftlich und versorgungssicher sind.

    Ein flächendeckender Mindestlohn sollte . . . erst eingeführt werden,wenn Unternehmen
    und Händler um die Ecke auch staatlich festgesetzte Mindestpreise fordern
    dürfen und erzielen. Wollen wir das wirklich?

    Volksentscheide auf Bundesebene halte ich für . . . wichtige Meilensteine auf
    dem Weg zu mehr direkter Demokratie und mehr Teilhabe der Menschen.

    Eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU . . . ist möglich, wenn die Türkei
    beitritts- und die EUa ufnahmefähig ist.

    Die Hartz-Gesetze müssen . . . . dringen dahingehend geändert werden, dass das
    Zuständigskeitschaos im SGB II beseitigt wird und die Arbeitssuchenden von
    kommunalen Trägern aus einer Hand betreut und beraten werden.

    Der betriebliche Kündigungsschutz ist
    . . . zu kompliziert und muss beschäftigungsfreundlicher
    werden.

    Quelle: Neue Westfälische, 23. September 2009

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