• 25Jan

    Diskussionsfreudiger Neujahrsempfang der FDP - Chef der Jungliberalen als Gastredner

    Von Marvin Kleinemeier
    Paderborn (WV). »Es ist mein erstes Mal hier in Paderborn«, begrüßte der Bundesvorsitzende der Jungliberalen, Johannes Vogel, die Gäste des FDP-Neujahrsempfangs am Sonntag im Padercafé am Padersee, »und das gleich mit solch schöner Aussicht«.


    Zuvor hatte sich bereits der Kreisvorsitzende Dr. Michael Hadaschik mit einem kurzen Grußwort an die Parteifreunde gewandt, unter ihnen auch die Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler und Heiner Kamp und von Seiten der CDU Bürgermeister Heinz Paus und Landrat Manfred Müller.

    Beim Blick zurück auf das erfolgreiche Jahr 2009 verdeutlichte Hadaschik die Notwendigkeit, auch jetzt schon wieder an die Zukunft zu denken. »Nach der Wahl ist vor der Wahl«, mahnte er im Hinblick auf die Landtagswahlen im Mai 2010.
    Besonderen Wert lege Hadaschik dabei auf eine langfristige Orientierung der Politik. Denn auch wenn Paderborn noch eine der geburtenstärksten Regionen im Umland sei, müsse man jetzt schon die Grundsteine legen, die Stadt auch für zukünftige Generationen attraktiv zu gestalten. Das Investieren in Bildung, insbesondere in kostenfreie Kinderbetreuungsplätze, erfordere nicht nur Geld, sondern eine vorausschauende Planung, die ihm bisher auf Kreisebene noch nicht weit genug gehe.

    Johannes Vogel nutzte seine Rede im Anschluss, um die aktuellen Geschehnisse zu kommentieren und die ersten 100 Tage der schwarz-gelben Koalition ein wenig Revue passieren zu lassen. Den Lobbyismus-Vorwurf der anderen Parteien lasse er sich nicht gefallen, »nicht wenn die Grünen seit Jahren Spenden aus dem Bereich der neuen Energien erhalte und die SPD aus der Autobranche Beträge annehme«. Dabei betont er, dass er es den anderen Parteien im Gegenzug nicht als Vorwurf mache, »die deutsche Parteienlandschaft ist aus Spenden der Gesellschaft angewiesen« .Falsch sei es nur dann, wenn eine Partei nach einer Spende die Politik zu Gunsten des Spenders ändern würde. »Wenn sich der Spendengeber jedoch eine Partei aussucht, die am ehesten seine Interessen vertritt, dann ist das vollkommen legitim und notwendig«, sagte Vogel, denn vollkommen steuerfinanzierte Parteien könne ja niemand ernsthaft wollen. Insgesamt habe die FDP bisher viele ihrer Wahlsprechen bereits einlösen können, in den anderen Fällen stehe die Ausführung laut Koalitionsvertrag noch bevor, um weiterhin die von der FDP angestrebte Balance zwischen Freiheit und Sicherheit durchzusetzen.

    Artikel vom 25.01.2010

    Westfalen-Blatt

    Die Originalartikel finden Sie als PDF-Dokument hier.

Kommentieren Sie diesen Eintrag

Hinweis: Alle Kommentare werden vor der Veröffentlichung moderiert. Es kann also zu einer Verzögerung bei der Anzeige Ihres Kommentars kommen.