• 02Feb

    Bundestagsabgeordneter Heiner Kamp stattet dem Bürgermeister seinen Antrittsbesuch ab

    Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Als Kommunalpolitiker, der selbst noch Mitglied des Versmolder Stadtrates ist, weiß er, wo die Kommunen der Schuh drückt, sagt Heiner Kamp (FDP), Mitglied des Bundestages seit der jüngsten Wahl. Kamp ist neben Ralph Brinkhaus (CDU) und Klaus Brandner (SPD) einer von drei Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Gütersloh, für Schloß Holte-Stukenbrock eigentlich nicht zuständig, da die Stadt zum Wahlkreis Paderborn gehört.

    Dennoch will er den Kontakt auch nach Schloß Holte-Stukenbrock halten, was den Bürgermeister freut. Kamp sei in Berlin ein Ansprechpartner mehr, den man bei passender Gelegenheit bitten könne, sich stark zu machen, sagte Hubert Erichlandwehr gestern anlässlich Kamps Antrittsbesuch im Rathaus.


    Kamp, der kurz zuvor noch der Regierungspräsidentin seine Aufwartung gemacht hatte, zeigte sich beeindruckt von den relativ gesunden Finanzen der Stadt. Dennoch könne es schnell passieren, dass auch eine Kommune wie Schloß Holte-Stukenbrock in die Haushaltssicherung rutscht, meinte der Bürgermeister. Kamp sagte, seine Partei wolle sich für eine Reform des Gemeindefinanzierungsgesetzes stark machen: Abschaffung der Gewerbesteuer, dafür unter anderem eine Beteiligung an der Umsatzsteuer und die Möglichkeit kommunale Steuern zu erheben.
    »Die Liberalen sind angetreten, ihre Wahlversprechen einzulösen«, sagte Kamp und wies auf die beschlossenen Steuererleichterungen hin. Nicht erfreut sei er über den Vorstoß seines Parteifreundes Pinkwart die Senkung der Umsatzsteuer für Hotels und Gaststätten zurückzunehmen.
    Kamp ist der erste Liberale aus dem Kreis Gütersloh, der es in den Bundestag geschafft hat, über den vorletzten Platz der Landesliste. »Verlier den Bezug zu Basis nicht«, hätten viele Freunde ihn gebeten. Das hat er sich vorgenommen, will so häufig wie möglich kommen. An der Schulstraße 19 in Gütersloh hat er als Untermieter des FDP-Kreisverbandes ein Wahlkreisbüro.

    Artikel vom 02.02.2010

    Westfalen-Blatt

    Den Originalartikel finden Sie hier.

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