FDP-Trio beim Reiseunternehmen Sieckendiek
Versmold-Peckeloh (maut). „Es ist wichtig, nicht immer nur unter der Zirkuskuppel des Parlaments zu turnen, sondern mit den Menschen außerhalb des Politikbetriebes zu sprechen.“ Mit dieser Maxime wagte »FDPArtist « Gerd Papke am Freitag einen Ausflug zum heimischen Touristikbetrieb Sieckendiek. Der Vorsitzende der liberalen Fraktion war mit FDP-Landtagskandidat Thomas Seidenberg und dem Versmolder FDPBundestagsabgeordneten Heiner Kamp gekommen. „Trommeln für OWL“, so wiederum umschrieb Seidenberg seine Wahlkampfmission, die ihn an der Bismarckstraße auf durchaus bekanntesTerrain führte. Schließlich leitet der Landtagskandidat ein PR-Unternehmen für die Touristikbranche, ist zudem selbst Reiseveranstalter.
Ingo Kehl vom Gastgeber Sieckendiek ließ sich die Gelegenheit zum Austausch nicht entgehen und sprach an, wo den heimischen Reiseveranstalter und Busunternehmer der Schuh drückt. Zum einen gebe es noch keinen Verteilungsschlüssel für die Mittel, die der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) aus Düsseldorf erhalte. Um für die im Mai anstehenden Ausschreibungen verschiedener Linien kalkulieren zu können, benötigten die Betriebe Klarheit über den Anteil für die ländlichen Gebiete. Papke versprach, die Anregung mitzunehmen – Hilfe vor der Wahl konnte er nicht versprechen. Einig waren sich die Gesprächspartner auch beim Thema Umweltzonen in den Städten. „Das macht uns zu schaffen“, so Kehl. Die eigentlich moderne Flotte nach den Anforderungen umzurüsten, wäre mit immensen Kosten verbunden. Zumal Bustouren unter dem Aspekt des CO2-Ausstoßes eigentlich umweltverträglich seien, ergänzte
Bettina Sieckendiek. Auch hier bestätigte Papke: „Sieben bis acht Jahre alte Busse sind keine Dreckschleudern.“ Die FDP werde sich weiter für die Interessen des Mittelstandes einsetzen. Aussagen, die Heiner Kamp und Thomas Seidenberg gerne aufnahmen – es war das klassischliberale Rezept eines Wahlkampfplausches.

